Konzept „Verkehr 4.0 für den Ballungsraum Augsburg“

Das Konzept „Verkehr 4.0 für den Ballungsraum Augsburg“ zeigt einen Lösungsweg auf, um in kürzester Zeit und ohne große Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen, ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept mit Schwerpunkt öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) aufzubauen.

Dabei setzt das Konzept voraus, dass:

  • Augsburg, Bayern und Deutschland auf ein sehr gutes Mobilitätsnetz angewiesen ist
  • die Anforderungen für Mobilität weiter wachsen werden
  • Das heutige Mobilitätskonzept aufgrund der Klimaschutzverpflichtungen nicht zukunftsfähig ist (siehe Studien…)
  • Mobilität für alle Bürger bereit gestellt werden muss, d.h. es keinen Unterschied mit und ohne eigenen PKW geben darf

Folgende Schritte müssen schnellstmöglich umgesetzt werden:

  • Einführung sehr attraktiver Preise für den ÖPNV, vor allem auch für Familien und Gruppen
  • Die Lücken des ÖPNV in Augsburg müssen schnellstens geschlossen werden
  • die Straßenbahnlinien müssen an den äußeren Zweigen bis zu den DB-Bahnhöfen verlängert werden
  • Die Straßenbahnlinien müssen an den äußeren Teilen verbunden werden, um den Ringverkehr massiv zu beschleunigen -> Ringbusverkehr
  • Einführung von Schnellbussen auf den Hauptverkehrsachsen wie mindestens der A8, B2, B17, B300
  • Einführung von Expressbussen auf den Hauptverkehrsachsen für Langstreckenfahrten mit wenigen Haltestellen
  • Bau von Schnellbuskreuzen / Expressbuskreuzen mit Serviceangeboten wie z.B. Mietwagen, E-Bikes, E-Roller, Leihfahrräder
  • Ausdehnung der Schnell- und Expressbusse nach München auf der A8
  • Aufbau eines Schnellbuskreuzes an der A8 bei Dasing & Dachau
  • Das Schnellbuskreuz in Dachau dient als Verteilerkreuz nach München Nord-Mitte-West-Süd

Der ÖPNV im Ballungsraum Augsburg muss auf der bestehenden Straßeninfrastruktur massiv ausgebaut werden. Gründe dafür sind:

  • die Straßeninfrastrukur wurde bereits gebaut und finanziert
  • Die Hauptverkehrsachsen stellen oft die kürzeste Verbindung zwischen Start- oder Zielpunkt des Weges dar
  • Es ist ein enormes Fahrgastpotential entlang der Hauptverkehrsachsen vorhanden
  • Die Einführung von Buslinien auf bestehenden Straßen ist kurzfristig möglich und bedarf nur geringer lokaler baulicher Änderungen
  • Aufgrund der zeitlichen Vorgaben (z.B. Pariser Klimaschutzabkommen bis 2030) sind Konzepte mit größeren Bauvorhaben kurzfristig nicht mehr möglich

Grundlage und Begründung für das Konzept

Grundlage des Konzeptes sind aktuellste Studien zum Verkehrsgeschen und der Verkehrsentwicklung, welche von unterschiedlichsten staatlichen, privaten oder gemeinnützigen Stellen erstellt wurden. Diese zeigen alle auf, dass die vom Verkehr verursachten Treibhausgase seit 1990 nicht reduziert wurden, was vor allem mit dem stetig steigenden individuellen Verkehrsaufkommen zu erklären ist.

Da die Entwicklungen der Personenwagen seit Jahrzehnten in Summe keine Reduzierung der CO2-Emissionen erreichen konnte, diese sogar im Durchschnitt aufgrund der größeren Fahrzeuge (SUVs) sogar wieder ansteigen, muss davon ausgegangen werden, dass der heutige individuelle motorisierte Personenverkehr so nicht beibehalten werden kann. Auch ein Umstieg auf Elektroautos ist nicht zielführend, solange die Erzeugung regenerativer Energien nicht den aktuellen elektrischen Bedarf decken kann. Aufgrund politischer falscher Vorgaben werden im Jahr 2018 erst 38% der elektrischen Energie durch Erneuerbare Quellen gedeckt.

Zuguterletzt, die Umsetztung des Konzepts muss sofort beginnen. Eine Verzögerung kann nicht akzeptiert werden, da ausreichend viele Studien, Daten, Analysen und Grundlagen im Verkehrsbereich vorliegen. Andere Lösungen zum Klimawandel wie energiesparendere KFZ sind aus den Erfahrungen der letzten 20 Jahre gescheitert und nicht umsetzungsfähig.

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